Unter einer Kreislaufregulationsstörung (Kreislauf-
dysregulation) versteht man ein situations-inadäquates
Verhalten von Herzfrequenz und Blutdruck. Bei der Synkope
(„Ohnmachtsanfall“) handelt es sich um einen plötzlichen
vorübergehenden Bewusstseinsverlust mit Verlust des
Muskeltonus (Muskelspannung).

An die 20% aller Kinder erleiden bis zum 15. Lebensjahr eine
Synkope. Die überwiegende Zahl der Synkopen ist gutartig,
nur sehr selten lebensbedrohlich. Eine familiäre Häufung kommt vor.

Die genaue Schilderung der Umstände kann bereits in vielen
Fällen die möglichen Ursachen erheblich eingrenzen. EKG,
Langzeit- und Belastungs-EKG, Echokardiographie und ggf. der
Eventrecorder dienen der Abklärung einer kardialen Ursache.

Die in unklaren Fällen zusätzlich mögliche Kipptisch-Unter-
suchung
erlaubt die Differenzierung der neural vermittelten Synkope.

Kreislaufschema, Bild aus Anatomieatlas Rauber/Kopsch 1955

Kreislaufschema, Anatomieatlas
Rauber/Kopsch 1955 (PDF 390 KB)