Zur Aufzeichnung des Langzeit-EKGs trägt der Patient meist über 24, manchmal auch über 48 oder 72 Stunden, ein kleines tragbares EKG-Gerät mit sich.
Das Langzeit-EKG kommt in erster Linie bei der Diagnostik von Herzrhythmusstörungen zum Einsatz. Der Event-Recorder ist ein spezieller Recorder mit einer Batterielaufzeit von bis zu 10 Tagen. Er dient vor allem in der Diagnostik seltener und anfallsweise auftretender Herzrhythmusstörungen.

Ausschnitt aus einem Langzeit-EKG

Ausschnitt aus einem Langzeit-EKG

Bei manchen Kindern, die selten auftretende, aber erheblich beeinträchtigende Synkopen (Ohnmachtsanfälle) erleiden, deren Ursache mit den vorgenannten Untersuchungsmethoden nicht zu klären ist, kann ein Event-Recorder mit einer Batterie-Laufzeit von 14 Monaten unter die Haut eingepflanzt werden. Diese Geräte haben etwa Abmessung und Gewicht eines Herzschritt-
machers und können links neben dem Brustbein über dem Herzen eingepflanzt werden. Diese Rekorder überwachen kontinuierlich die Herztätigkeit. Bei plötzlich auftretenden gravierenden Herzrhythmusstörungen kann das EKG über maximal 42 Minuten gespeichert werden. Die Speicherung solcher Episoden erfolgt automatisch. Die gespeicherten
EKG-Episoden können anschließend mit Hilfe eines externen Programmiergerätes drahtlos ausgewertet und dokumentiert werden.

Röntgenbild eines Reveal®-Rekorders

Röntgenbild eines Reveal®-Rekorders


Langzeit-EKG-Recorder, Fa. Schiller

Langzeit-EKG-Recorder, Fa. Schiller